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Brasilien - von der Wirtschaftsmacht zur Schuldennation und doch ein Land der Zukunft

Open Campus thematisiert ökonomische Entwicklung des BRIC-Staats

Am Dienstag, 12. Januar 2016, findet ein Open Campus zum Thema „Brasilien: Land der Zukunft“ statt. Referent ist der Autor und Südamerika-Korrespondent Alexander Busch. Beginn ist 19.00 Uhr.

Samba, Karneval, Fußball und traumhafte Landschaften: Dafür ist Brasilien bekannt. Doch das Land kann mehr, glänzt seit Jahren mit herausragenden Kennzahlen in allen Wirtschaftszweigen und schöpft aus dem Vollen. Brasilien ist weltweit der drittgrößte Eisenerzproduzent und einer der wichtigsten Stahlproduzenten. Auch im Bereich Automobile, Flugzeuge oder Lebensmittel gehören die Südamerikaner mittlerweile zu den wichtigsten Herstellern. Die Nation hat ein reiches Gas- und Ölvorkommen und gehört der Vereinigung aufstrebender Volkswirtschaften, den sogenannten fünf BRIC-Staaten – Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika – an. Trotz dieser Fakten stufte die Ratingagentur Standard & Poor's im Herbst 2015 Brasiliens Kreditwürdigkeiten herunter und damit die Geldanlagen als „nicht mehr sicher“ ein. Damit reagiert die Agentur auf die Schuldenpolitik von Präsidentin Dilma Rousseff. Denn aktuell leidet die Nation unter einer schweren Rezession, Inflation und unter Korruptionsskandalen.

Alexander Busch geht in seinem Open-Campus-Vortrag auf die kontroverse Entwicklung Brasiliens hin zum Wirtschaftswunderland und nunmehr wieder zum Schuldenstaat ein. Er ist Korrespondent der Wirtschaftswoche, des Handelsblatts und der Schweizer Finanz und Wirtschaft. Der gebürtige Venezuelaner berichtet seit fast zwanzig Jahren von São Paulo und Salvador/Bahia (Brasilien) aus über Südamerika. Zudem berät seine Agentur „Brasilbackground“ Unternehmen und Investoren zu Brasilien.

Ausblick

Der Open Campus wartet am 17. März 2016 mit dem Vortrag „Deutschland im Zuge der Digitalisierung: Noch ein Industriestandort der Zukunft?“ auf. Referent ist Dr. Reinhold Festge, Präsident VDMA. Zwei weitere Termine zu währungs- und wirtschaftspolitischen Themen folgen im ersten Quartal 2016.

Die Vorträge sind kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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