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Fach- und Führungskräfte betreuen angehende Ingenieure

Bereits im Grundstudium hebt sich der didaktische Ansatz des Hochschulcampus Tuttlingen der Hochschule Furtwangen gegenüber dem anderer Hochschulen deutlich ab. Die Kooperation mit den Unternehmen ermöglicht den Studierenden schon in den ersten beiden Semestern unvergleichbar praxisnahe Erfahrungen. Neben Unternehmensbesuchen im ersten Semester, startete im zweiten Semester das Mentoren-Programm.

Ziel des Mentorings am Hochschulcampus Tuttlingen ist es, dass jeder Studierende einen erfahrenen Ansprechpartner, den sogenannten Mentor, aus der Industrie zugewiesen bekommt. Der Mentor begleitet den Studierenden während des Studiums und unterstützt dabei die persönliche und fachliche Entwicklung und somit einen zügigen, zielstrebigen Studienverlauf. Zudem ist das Programm Motivationsfaktor für die Studierenden und Qualitätsregelkreis für die Lehre zugleich. Die Studierenden treffen sich ein- bis zweimal pro Semester mit ihren Mentoren.

„Das Mentoren-Programm bietet eine Möglichkeit, sich zwanglos mit fachkundigen Personen außerhalb der Hochschule über alle mit dem Studium zusammenhängenden Fragen auszutauschen. So entsteht ein enger Kontakt zu Leuten aus genau jenen Berufsfeldern, in denen die Studierenden nach ihrem Studium typischerweise arbeiten werden“, beschreibt Prof. Dr.-Ing. Peter Anders, Studiendekan der Fakultät Industrial Technologies, den didaktischen Wert des Mentoren-Programms.

Bereits Ende April 2010 fand die Auftaktveranstaltung für das Mentoren-Programm am Hochschulcampus Tuttlingen statt. Die Studierenden des zweiten Semesters der Studiengänge Industrial MedTec, Industrial Systems Design und Industrial Manufacturing trafen sich mit Fach- und Führungskräften der kooperierenden Unternehmen. In dieser ersten Runde lernten sich beide Seiten in Gesprächen kennen. Abschließend erfolgte die Zuweisung: Drei bis vier Studierende erhalten zwei Mentoren als Ansprechpartner.

Jürgen Seitz (Geschäftsführer Pepperl+Fuchs Drehgeber GmbH, Standort Tuttlingen) betreut gemeinsam mit Martin Kempf (Manager Industrial Engineering SKF GmbH, Standort Mühlheim a.D.) eine Gruppe von drei Studierenden im Rahmen des Mentoren-Programms. „Mein Mentorenkollege und ich haben hauptsächlich die Themen im Bereich der Soft Skills aufgegriffen. Dazu zählen vor allem die Formung von Persönlichkeiten durch Coaching im Verhalten, aber auch die Unterstützung bei der Findung von Lebenszielen im Beruf aber auch privat. Meines Erachtens muss man sich schon zu Beginn eines Studiums Gedanken machen, was man im Leben erreichen will. Daneben ist aber auch wichtig zu entscheiden, was man nicht will. Hier können die Mentoren aus ihrem Erfahrungsschatz wertvolle Hilfestellungen leisten“, schildert Jürgen Seitz die Inhalte eines der ersten Treffen.

Die Themenschwerpunkte in den Gesprächen sind vorwiegend „das Studium im Allgemeinen, die Studieninhalte und der Alltag eines Ingenieurs in der Industrie“, meint Ramin Vahdat, Student Industrial MedTec. Die Vorteile aus dem Mentoren-Programm bezeichnet er als sehr bedeutend: „Ich knüpfe erste Kontakte zu Firmenchefs und Ingenieuren und kann Erfahrungswerte austauschen. Jegliche Fragen von mir wurden von meinen Mentoren Herrn Dr.-Ing. Harald Stallforth (Stellvertretender Vorstandsvorsitzender Aescualp AG) und Herrn Falk Hoßfeld (Projektingenieur Aescualp AG) beantwortet. Es ist schön einen Industrievertreter als Ansprechpartner zu haben, der einen durch das Studium begleitet.“

Diesen Eindruck kann auch Jürgen Seitz bestätigen: „Bisher gibt es ein positives Echo. Die Studierenden ergreifen die Chance zum Dialog und bringen sich in die Diskussionen ein. In unserer Gruppe haben sich die beiden Mentoren geeinigt, dass die Studierenden durchaus die Themensetzung und auch den Fortgang der Diskussion weitestgehend bestimmen sollen. Dabei werden die nächsten Sitzungen sicherlich intensiver als die Auftaktveranstaltung werden.“

Die Akzeptanz des Mentoren-Programms von Seiten der Industriepartner sei hervorragend, bedankt sich Prof. Dr.-Ing. Peter Anders bei allen Beteiligten und führt weiter aus „alle nehmen ihre Aufgaben sehr ernst und zeigen häufig ein Engagement, das man so eigentlich nicht erwarten konnte.“

Bewerbungen für ein Studium am Hochschulcampus Tuttlingen können bis zum 15. Juli 2010 eingereicht werden. Informationen über das Studienangebot erhalten Sie unter: www.hfu-campus-tuttlingen.de/studiengaenge. Für Studieninteressenten bietet der Hochschulcampus Tuttlingen am Dienstag, 13.7.2010, von 10.00 bis 12.00 Uhr einen Schnuppertag mit Probevorlesungen, Campusführungen und Einzelgesprächen mit Professoren an. Alle Interessenten sind hierzu herzlich eingeladen.