HochschulcampusTuttlingen // Powered by Industry

HFU ist Plattform für Wissensaustausch in Metallkunde

Hochschulcampus Tuttlingen geht mit Härterei- und Werkstoffkreis auf den Bedarf regionaler Unternehmen ein

Am Mittwoch fand zum zehnten Mal das Treffen des Härtereikreises Tuttlingen am dritten Standort der Hochschule Furtwangen (HFU) statt. Durchschnittlich folgen rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem deutschsprachigen Raum den Einladungen zu den Vortragsveranstaltungen.

Fertigen von Produkten und abschließend Härten: Der letzte Schritt im Herstellungsprozess – das Härten – gilt als besonders wichtig, denn mangelndes Wissen auf diesem Gebiet kostet Unternehmen nicht nur Geld sondern langfristig Kunden oder gar die Existenz. „Und dem wollen wir mit dem Härtereikreis entgegenwirken“, erklärt Professor Dr. Hadi Mozaffari-Jovein, der den Kreis in Tuttlingen leitet. „Rund 70 Prozent der deutschen Unternehmen beschäftigen sich mit metallischen Werkstoffen und Metallbearbeitung. Doch Expertenwissen ist rar, ein Austausch zwingend erforderlich“, fährt der Studiendekan von Industrial Materials Engineering fort. Dies ist für die Fakultät Industrial Technologies Anlass genug, Experten und Interessierte aus den Unternehmen monatlich an den Hochschulcampus Tuttlingen einzuladen.

Seit seinem Bestehen 2014 scheint der Härtereikreis Tuttlingen Dreh- und Angelpunkt für den Schwerpunkt der Metallkunde in der Region geworden zu sein. Gäste wie auch Referenten kommen nicht nur aus der Umgebung, sondern aus der Schweiz und dem ganzen Bundegebiet angereist. So auch Professor Dr.-Ing. Franz Wendl von der Fachhochschule Südwestfalen. Er referierte zuletzt zum Thema „Werkzeugstähle und ihre Wärmebehandlung“ und reiste mehr al 1.000 Kilometer aus dem Ruhrgebiet hierfür an. Der Grund ist eindeutig: Als Wissensträger im Spezialgebiet Werkzeugstähle ist es ihm wichtig, sein Knowhow weiterzugeben. Trotz seiner Pensionszeit ist er an seiner Hochschule noch aktiv.

Damit fungiert die HFU als Plattform für den Austausch zwischen namhaften Experten einerseits und regionalen Industrien, die von den Themen betroffen sind andererseits. „Und genau für solche Unternehmen machen wir das. Wir transferieren Wissen und Technologien und liefern damit adäquate Antworten und Lösungsansätze“, so Mozaffari-Jovein.

Die Agenda für anstehende Zusammenkünfte sieht für 2017 folgende Termine vor:

  • 26.04.2017: Schadensfälle an wärmebehandelten Bauteilen – immer auch ein Wärmebehandlungsfehler?
  • 24.05.2017: Die Einsatzhärtung von Einspritzdüsen aus dem Stahl 18CrNi8 im Wandel der Zeit
  • 21.06.2017: Aluminiumlegierungen – Überblick, Einsatzgebiete, Wärmebehandlung
  • 26.07.2017: Plasmanitrieren & Plasmanitrocarburieren
  • 11.10.2017: AIAG-CQI-9-Qualitätsforderungen an die Wärmebehandlungsprozesse im Automobilbau
  • 08.11.2017: Untersuchung der Abschreckvorgänge beim Härten hinsichtlich der auftretenden Wärmeübergänge
  • 13.12.2017: Einfluss unterschiedlicher Wärmebehandlungsparameter auf die Gebrauchseigenschaften rostfreier martensitischer Stähle

Die Vorträge sind kostenfrei. Eine Anmeldung ist unter www.hfu-campus-tuttlingen.de/event/haertereikreis_tut erforderlich.

www.hfu-campus-tuttlingen.de/infocenter/termine


Bild

Von links: Professor Dr. Hadi Mozaffari-Jovein, Leiter des Härtereikreises Tuttlingen, mit Professor Dr.-Ing. Franz Wendl von der Fachhochschule Südwestfalen.