HochschulcampusTuttlingen // Powered by Industry

Hochschule Furtwangen startet neue Partnerschaft im Bereich Medizintechnik

Bundesministerium setzt auf Forschungsimpulse von Fachhochschulen für Unternehmen

„CoHMed ist eine große Chance für die Zusammenarbeit in der Region“, ist Emil Buschle, erster Bürgermeister von Tuttlingen, überzeugt. Die Hochschule Furtwangen (HFU) lud zum Start eines außergewöhnlichen Projekts im Bereich Medizintechnik nach Tuttlingen ein. Vorgestellt wurde die Innovations- und Transferpartnerschaft CoHMed - Connected Health in Medical Mountains. Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung soll die Hochschule Furtwangen mit CoHMed regionale Unternehmen der Medizintechnik bei ihren Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsanstrengungen unterstützen. Weitere Industriepartner können sich mit ihren Projektideen bis 31. August 2017 bei der HFU bewerben.

Im Begrüßungstalk sprachen Emil Buschle, Prof. Dr. Rolf Schofer (Rektor der Hochschule Furtwangen) und Dr. Harald Stallforth (Vorstandsvorsitzender TechnologyMountains e.V.). Schofer und Stallforth betonten, dass die vielen Akteure in der Medizintechnik-Region ihre Kräfte bündeln. „Die Hochschule Furtwangen mit ihren drei Standorten ist ein zentrales Bindeglied für die Region“, sagte Schofer. „Mit CoHMed schaffen wir gemeinsam fruchtbaren Boden, um darauf Innovationen und unternehmerischen Erfolg aufzubauen“, unterstrich Stallforth.

Nach einer Vorstellung des CoHMed-Konzeptes durch den kommissarischen Sprecher Prof. Dr. Knut Möller gaben die Projektleiter der bereits angelaufenen CoHMed-Projekte, Prof. Dr. Markus Egert, Prof. Dr. Hadi Mozaffari und Prof. Dr. Knut Möller, einen Einblick in die anstehenden Arbeiten. „Die Forschungsprojekte innerhalb von CoHMed adressieren die Trends, in denen in der Medizintechnik die größten Umbrüche erwartet werden: Miniaturisierung, Biologisierung, Digitalisierung und neue Materialien“, so Möller.

Weitere Beteiligungsmöglichkeiten sowohl für Industrieunternehmen als auch Forschende der HFU konnten nach einem weiteren Informationsblock über die einzuhaltenden Regularien diskutiert werden. Ideal für den Gedankenaustausch erwies sich das Foyer der Tuttlinger Stadthalle, in dem sich die Institute der Hochschule, die Forschungsprojekte sowie die Unternehmen, die bereits CoHMed-Partner sind, präsentierten. Vor den Unternehmenspräsentationen und Fachpostern entspannten sich intensive Gespräche.

Hochschule und Medizintechnik

Die Hochschule Furtwangen mit ihren Standorten Furtwangen, Schwenningen und Tuttlingen gehört zu den größten und forschungsstärksten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. Medizintechnik, Medizin und Gesundheit sind seit vielen Jahren erfolgreiche und etablierte Forschungsschwerpunkte. Die enge Verbindung der HFU mit der Medizintechnikbranche zeigt sich in besonderem Maße mit der Einrichtung des Hochschulcampus Tuttlingen, der 2009 eröffnet wurde und in einem bundesweit einmaligen Public-Private-Partnership Modell von den regionalen Medizintechnikunternehmen mit gefördert wird.

CoHMed – Zahlen und Fakten

Projektlaufzeit: 4 Jahre ab 2017
Fördersumme: rund 6 Millionen Euro
Beteiligte Professoren: 9
Partner bereits laufender Projekte: 15 Industrieunternehmen
Weitere Projektideen können bis 31. August 2017 eingereicht werden

Im Rahmen des Förderprogramms "Starke Fachhochschulen - Impuls für die Region" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hat sich die Hochschule Furtwangen als eine von nur zehn Hochschulen im Wettbewerb gegen anderen teilnehmenden Hochschulen aus ganz Deutschland durchgesetzt, um in die Förderung zu gelangen. Es ist das Ziel von CoHMed, die regionalen Unternehmen bei ihren Entwicklungs-, Forschungs- und Innovationsanstrengungen für zukunftsfähige Produkte zu unterstützen: weg von hochpräzise gefertigten aber „einfachen“ Produkten, hin zu komplexen und intelligenten Systemlösungen, die miniaturisiert und zunehmend autonom agieren. Forschungsprojekte im Bereich intelligente medizinische Instrumente, funktionelle Oberflächen und Biokompatibilität sowie hybride Materialien und hybride Bearbeitung für die Medizintechnik sind bereits erfolgreich gestartet.

Die HFU wird gefördert, um gemeinsam mit Unternehmen Forschungsvorhaben durchzuführen, neue Technologietrends aufzugreifen, diese in Anwendungslösungen umzusetzen und für die Unternehmen verfügbar zu machen – und so im Rahmen der Partnerschaft den Wissens- und Technologietransfer in die Region zu fördern.