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Tuttlinger Gymnasialstufe belegt Informatik-Vorlesung am Campus

Hochschule Furtwangen kooperiert mit Immanuel-Kant- und Otto-Hahn Gymnasium

Seit Montag, 13. März 2017, ist es Realität. Die Tuttlinger Gymnasien Immanuel-Kant und Otto-Hahn gehen mit dem Hochschulcampus Tuttlingen der Hochschule Furtwangen eine Kooperation der besonderen Art ein: 13 informatikaffine Schülerinnen und Schüler besuchen die Vorlesung „Informatik I“ und das dazugehörige Praktikum.

Als Programmleiter seitens des Campus zeigt sich Professor Dr. Albrecht Swietlik verantwortlich. „Ziel der Initiative ist es, ein Förderprogramm für sehr gute Schüler der Jahrgangsstufe 11 zu schaffen. Gleichzeitig bietet der Kurs Gelegenheit, den Studienalltag kennenzulernen“, begründet Swietlik die Zusammenarbeit. Gemeinsam mit den Studierenden besuchen die Gymnasiasten von März bis Juli jeden Montagnachmittag die Informatik-Vorlesung am Campus. Innerhalb dieses Semesters lernen sie die Programmiersprache C kennen. „Das sogenannte Schülerstudium umfasst drei Vorlesungs- plus zwei Praktikumseinheiten à 45 Minuten pro Woche exklusive Vor- und Nachbereitung“, fährt der Informatik-Professor fort. Die Praktika absolvieren die Abiturienten in einem modernen PC-Labor am Hochschulcampus Tuttlingen. Dabei werden sie von Hochschulmitarbeitern betreut. Voraussetzung für eine Teilnahme mit Klausurbeteiligung ist die ausdrückliche Empfehlung des Fachlehrers der Schulen.

Informatik-Affinität kommt Abiturienten zugute

Für die Schüler sind eine mündliche Prüfung sowie ein Seminarbericht als Prüfungsleistung obligatorisch, optional ist die Teilnahme an der Klausur. Doch die Informatik-Affinität kommt den Abiturienten letztendlich zugute. Denn nach bestandener Prüfungsleistung haben die Schüler die Wahl, ob sie sich das Fach anrechnen lassen möchten oder nicht. „Abhängig von der späteren Hochschule oder Uni ist der Kurs „Informatik I“ gegebenenfalls für das spätere Studium anrechenbar“, meint Hochschulprofessor Swietlik. Und nicht nur das! „Programmieren ist fester Bestandteil der Ausbildung in den meisten technischen und naturwissenschaftlichen Studiengängen an deutschen Hochschulen und Universitäten. Die Schülerinnen und Schüler können sich damit durchaus einen Vorsprung verschaffen“, begründet Swietlik die Vorteile.

IKG-Schülerin Julia Högerle als Vorreiterin für Zusammenarbeit

Vorreiterin dieser Form der Zusammenarbeit war die Tuttlinger Gymnasiastin Julia Högerle vom Immanuel-Kant-Gymnasium. Sie schloss 2016 erstmals einen Informatik-I-Kurs aus dem Curriculum am Hochschulcampus Tuttlingen erfolgreich ab. Högerle war unter den besten zehn der insgesamt 40 Kursteilnehmer.

www.hfu-campus-tuttlingen.de


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13 Studierende des Otto-Hahn- und Immanuel-Kant-Gymnasiums Tuttlingen besuchen im Sommersemester 2017 die Vorlesung Informatik I bei Professor Dr. Albrecht Swietlik (rechts) an der Fakultät Industrial Technologies am Hochschulcampus Tuttlingen (zwei Schüler fehlend).