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Gute Luft, gesunde Menschen und technische Innovationen

Mobilitätswende dominiert Fachtagung am Hochschulcampus Tuttlingen

Am Freitag fand die erste Fachtagung zum Thema „E-Mobilität“ am Hochschulcampus Tuttlingen der Hochschule Furtwangen (HFU) statt. Kooperationspartner war die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg. Mehr als 60 Interessierte hörten die Vorträge von Vertretern aus Industrie, Wissenschaft sowie von der Stadt Tuttlingen und dem Land. Der Event „Zukunftsfähige Mobilität für Tuttlingen und die Region“ ist Teil der e-Mobil-Tage Tuttlingen, die sich am Samstag mit der Open-Air-Messe enden.

Die Tuttlinger e-Mobil-Tage sind Plattform für den Austausch und die Information zwischen Wissenschaft, Unternehmen, Kommunen, Land und der Bevölkerung „Für den ländlichen und den Wirtschaftsraum ist das Thema E-Mobilität elementar; uns als Hochschule Furtwangen liegt sehr am Herzen: Einerseits ist es für unsere mehr als 6.000 Studierenden mit den drei Standorten Furtwangen, Schwenningen und Tuttlingen wichtig, da der öffentliche Nahverkehr begrenzt ist. Andererseits arbeitet die HFU auf wissenschaftlicher Seite an neuen Mobilitätskonzepten und den dafür benötigten Technologien“, eröffnet Professor Dr. Ulrich Mescheder, Prorektor für Forschung an der HFU, die Tagung am Tuttlinger Hochschulcampus. Vorgestellt wurden entsprechende Konzepte zur Mobilität im ländlichen Raum von den HFU-Professoren Dr. Jochen Baier und Dr. Anton Karle.

Mehr als zehn Referenten konnte Tagungs-Initiator Professor Dr. Frank Allmendinger vom Hochschulcampus von folgenden Einrichtungen gewinnen: e-mobil BW (Stuttgart), Fraunhofer IAO (Stuttgart), Hochschule für Technik (Stuttgart), Adaptive City Mobility GmbH (München), Marquardt GmbH (Rietheim-Weilheim), Stadt Tuttlingen und HFU. Mit dabei waren auch Studierende mit einer Präsentation zum selbstgebauten Lasten-Pedelec.

Abgasfrei an der Jungen Donau mit LENA

Auch in Tuttlingen wird Mobilität weitergedacht. „Wir schaffen mit dem vom Land geförderte Interreg-Projekt LENA von Donaueschingen bis nach Sigmaringen entsprechende Infrastrukturen entlang der Donau“, so der Klimaschutzmanager der Stadt Dieter Schaaf. E-Bike-Stationen, Naturrouten und ausgebildeten Donau-Guides im Landschaftspark sind Kern der Route.

Das Ländle im Wandel

Dr. Manuel Schaloske von der e-mobil BW – der Landesagentur für neue Mobilitätslösungen und Automotive Baden-Württemberg – stellte die „Aktivitäten im Cluster Brennstoffzelle“ vor. „Unser Ziel ist es, die Industrialisierung der Elektromobilität voranzubringen.“ In Beispielen beschrieb er die vier Innovationsfelder Fahrzeug, Energie, Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) sowie Produktion. Seine Prognose: „Erst der Wasserstoff als Energiespeicher wird die Energie- und Verkehrswende ermöglichen.“

Dr. Daniel Stetter vom Fraunhofer IAO stellte eine Software zum intelligenten Laden von Elektroautos vor – eine Lösung für Unternehmen mit einem Fuhrpark. Direkt vor der Türe des Instituts befindet sich sein Testlabor – ein Parkhaus mit Ladeinfrastruktur. Das System ist nahezu serienreif. Es erkennt, wo sich ein Auto befindet, berücksichtigt Stauzeiten und mit welcher Leistung es nach dem Gebrauch geladen werden muss. Es bucht sogar Autoreservierungen selbständig ein. „Wir streben an, den ‚Flottenmanager‘ zunächst an unseren Instituten einzusetzen“.

100 Prozent ökologisch

„Für uns geht es um ein wettbewerbsfähiges, emissionsfreies Gesamtsystem für Städte. Das bedeutet: Weniger Fahrzeuge, eine intelligente Energienutzung und eine höhere Lebensqualität“, erklärt Helmut Haimerl von der Adaptive City Mobility GmbH. Das Unternehmen hat einen Leichtbau-Fahrzeugprototyp mit nur 450 Kilogramm entwickelt, das mit Wechselbatterie und grün erzeugtem Strom fährt. Das System selbst funktioniert nach dem „Car-Sharing-Prinzip“: Nutzer besitzen also das Auto nicht, sondern buchen über eine Software ihre Fahrzeuge und stellen sie an einer Ladestation wieder ab.

Elektromobilität ist in der Industrie angekommen

Die Marquardt GmbH sieht den Wandel als Chance und sehr viel Potential in der Elektromobilität für die Industrie. „Die Elektromobilität ist bei uns im Unternehmen angekommen. Wir stellen bereits Komponenten für Batteriesysteme her“, erklären Dr. Frank Stier und Jochen Schweickhardt.

„Es geht um Technik, Gesundheit und Umwelt“

In einem sind sich alle einig: Es gehe vor allem darum, Elektromobilität ohne Komfortverlust zu genießen, um Wohlbefinden und eine gesteigerte Lebensqualität. Das bedeutet, die Flexibilität in der Mobilität zu wahren, den Kosten- und Zeitaufwand so gering wie möglich zu halten, das Verkehrsaufkommen zu reduzieren und umweltfreundliche technische Lösungen zu generieren.

Open-Air-Messe am Samstag, 30 Juni

Die Open-Air-Messe ist von 10.30 bis 18.00 Uhr im Stadtgarten Tuttlingen. Die Messe wird von Verkehrsminister Winfried Hermann, OB Michael Beck und HFU-Kanzlerin Birgit Rimpo-Repp eröffnet.

www.hfu-campus-tuttlingen.de
www.tuttlingen.de/emobil


 

Bild

Die Referenten der E-Mobil-Fachtagung „Zukunftsfähige Mobilität für Tuttlingen und die Region“ sowie und IHK-Vertreterin Anne-Christine Rehm.