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HFU-Campus Tuttlingen: Unternehmen engagieren sich überdurchschnittlich

Der Tuttlinger Standort der Hochschule Furtwangen (HFU) fährt ein außerordentliches Lehrkonzept. Rund 100 Unternehmen des Fördervereins beteiligen sich an der Lehre. Daraus ergeben sich durchschnittlich 40 Berührungspunkte zwischen den kooperierenden Betrieben und der Hochschule jährlich. Ein Teil davon sind die Industriepraktika im Hauptstudium.

Laborversuche in einer Gruppengröße von drei bis vier Studierenden durchführen, betreut von einem Experten aus der Industrie: Das ist mit einem Studium am Hochschulcampus Tuttlingen möglich. Denn schließlich legen die HFU und ihre Partner aus der Industrie großen Wert auf praktische Erfahrung und einen frühzeitigen Austausch.

Matthias Padelt ist Geschäftsführer der Pepperl+Fuchs Drehgeber GmbH in Neuhausen. Sein Unternehmen ist eines von 100 Fördermitgliedern, das dieses Lehrkonzept unterstützt. „Dieses kooperative Lehrmodell ist ein unschätzbarer Vorteil des Campus Tuttlingen. Deshalb engagieren wir uns und profitieren ebenso davon wie die Studierenden“, sagt Padelt. Neben Praxissemesterplätzen, Projekt- und Thesisarbeiten bietet Pepperl+Fuchs Industriepraktika und Erstsemestereinführungen an oder entsendet Mentoren. Entwicklungsingenieur Konstantin Senef gibt als Dozent regelmäßig seine Expertise an die Studierenden des Hochschulcampus Tuttlingen weiter. Und das ist nur ein Beispiel von vielen. Denn in dieser Weise engagieren sich die rund 100 Unternehmen des Hochschulcampus Tuttlingen Fördervereins für die Lehre am HFU-Campus – rotierend und in unterschiedlichen Bereichen.

„Facettenreiche Erfahrungen und Kontakte sind unbezahlbar“

Die angehenden Mechatronik-Ingenieure Christine Isbrecht, Maximilian Schwägler und Elias Rohrer sammelten in den Laboren der Partnerunternehmen praktische Erfahrung für das Fach „Sensoren und Sensorsysteme“. „Die Tatsache, im Studienverlauf so viele Branchen, Produkte, Technologien und Menschen kennenzulernen, ist für uns unbezahlbar.“ Neben Pepperl+Fuchs besuchten sie die Industrielabore bei der Binder GmbH, der Klöckner Desma Elastomertechnik GmbH, der Gruner AG und der TR Electronic GmbH. „Wir sind acht Gruppen, die im rotierenden Wechsel Praktika absolvieren und das allein in unserem Studiengang, in unserem Jahrgang“, erklären die Fünftsemester. Denn auch die Studiengänge Medizintechnik, Produktionstechnik, Werkstofftechnik und Ingenieurpsychologie nutzen über zwei Semester die Labore der Unternehmen für ihre Ausbildung und Praxiserfahrung. Diese Herausforderung bewältigen die kooperierenden Unternehmen und die HFU gemeinschaftlich.

Gemeinsam für eine starke Region

„Das Engagement der Unternehmen, Institutionen und Kommune ist außerordentlich. Das geht weit über die Lehre hinaus“, meint Dekan Professor Dr. Martin Heine. Denn Stadt und Landkreis Tuttlingen unterstützen den HFU-Standort und erweitern den Campus gemeinsam mit dem Hochschulcampus Tuttlingen Förderverein. „Ein Hochschulstandort wie dieser ist nur möglich, indem alle Partner dasselbe Interesse konsequent verfolgen: Die Region und den Wirtschaftsstandort stärken. Gut ausgebildete Menschen und eine hohe Qualität in Studium und Lehre sind hierfür die Basis“, so Heine.

http://www.hfu-campus-tuttlingen.de


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Industriepraktikum bei Pepperl+Fuchs: Entwicklungsingenieur Konstantin Senef erklärt den Studierenden Christine Isbrecht, Maximilian Schwägler und Elias Rohrer wie sie Fehlerquellen bei Sensoren mittels Messung quantifizieren können.